Dear Sister – Ich würde sterben für Dich / Maya Sheperd

Gelesenganzklein
Titel:
Dear Sister – Ich würde sterben für Dich
Autor: Maya Sheperd
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1499275056
Meine Gesamtwertung: 5/5
Meine Meinung:

Um was geht es?
Winter und Eliza sind Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In der irischen Stadt Wexford geht ein Notruf ein. Eine weibliche Stimme schluchzt und erzählt etwas von einer Toten. Sie nennt den Namen von Winters Schwester, die seit Wochen verschwunden ist.

Der Einstieg
Die Geschichte beginnt direkt mit einer Leiche und deren Tatort. Eine junge Frau wurde aufgefunden. Alles deutet auf einen Ritualmord hin.

Der weitere Handlungsverlauf
nahm eine Wendung an mit der ich definitiv anhand des Klappentextes nicht gerechnet habe. Die Geschichte ist zwischenzeitlich spannend vor allem aber auch romantisch und jugendlich. Zwischen den Schwestern herrscht eine Art Hassliebe, Winter scheint Eliza sogar regelrecht zu verachten. Als plötzlich Leichen in Wexford auftauchen, wird es mysteriös und geheimnisvoll. Was hat Eliza mit alldem zu tun? Winter versucht nicht ganz uneigennützig das Rätsel zu lösen und gerät selbst in Gefahr. Ab diesem Moment bekommt die Handlung streckenweise paranormale und fantastische Züge. Vor allem aber knistert aber ein romantischer Hauch gewaltig in dieser Geschichte und zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung.

Die Figuren:
Die Protagonistin Winter ist noch sehr jung und verliebt in Lucas. Ihre Schwester Eliza ist seit Wochen verschwunden, was Winter ganz recht ist. Zwischen den beiden herrscht eine starke Rivalität. Winter hasst ihre Schwester, verachtet sie sogar. Sie wirkt eifersüchtig, leidet aber auch sehr unter ihrer exentrischen Schwester.
Eliza wirkt egoistisch und skrupellos. Auf der einen Seite fand ich sie im Gegensatz zu Winter nicht so verbohrt, andernfalls hielt ich sie für skrupellos.
Lucas, den Freund und Nachbarsjunge von Winter konnte ich nicht leiden! Er scheint hin-und hergerissen zwischen Eliza und Winter, wirkt wie ein Langweiler, total verkrampft und vernünftig. Kurz gesagt, ich mochte ihn nicht und er bescherte mir so machen ärgerlichen Gedanken beim Lesen.
Liam! Meine Lieblingsfigur. Er wirkte geheimnisvoll. Bedrohlich aber auch charmant und romantisch. Seine Art und Weise brachte die Handlung zum Knistern und sorgte für eine spannende aber auch sehr romantische Atmosphäre.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil von Maya Sheperd ist auch in diesem Roman wieder sehr ausgewogen und fließend. Die Autorin verliert sich nicht in zu vielen Details. Die Handlungsorte Wexford und auch London sowie ihre Figuren wirken authentisch und leicht vorstellbar. Nur im Bezug auf Eliza hätte ich mir etwas mehr Hintergrund gewünscht. Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt. Zum einen ist da Winter, die ich in der Ichform berichtet und auch eine anonyme Anruferin meldet sich zwischenzeitlich zu Wort und beschäftigt den Leser mit der Frage, wer wohl die geheimnisvolle Anruferin sein mag.
Auch in dieser Geschichte schaffte es die Autorin wieder, dass ich mich intensiv mit der Handlung und den Personen beschäftigte, auch wenn ich das Buch Zeit lang aus der Hand legen musste. So sehr fesselte mich die Handlung, was wiederum erneut für den Schreibstil der Autorin spricht.

Und das Beste kommt immer zum Schluss oder nicht?!
Sagen wir mal so, ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht und erhofft. Andernfalls war es schlüssig und plausibel. Allerdings sollte man ein Auge zudrücken, wenn diverse Personen, mit diversen Handlungen glimpflich davon kommen. Auf jeden Fall war er spannend und dramatisch und ich bin gespannt, wie es mit der Fortsetzung weitergehen wird.

Fazit:
Schon mit „Radioactive“ konnte mich die Autorin begeistern. Mit „Dear Sister“ ebenfalls! Dieser Auftakt zu ihrer neuen Reihe war spannend und romantisch, brutal und geheimnisvoll! Eine gut gelungene Mischung aus Fantasy und Thriller. Auch wenn mir etwas ´mehr Hintergrundinformationen gerade im Bezug auf Eliza fehlen, so schaffte es die Geschichte und vor allem wieder eine gewisse Person, mich zu faszinieren und mitzureißen. Ich bin schon total gespannt auf die Fortsetzung und hoffe das diese nicht allzu lange auf sich warten lässt.
© Michaela Gutowsky

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