Das Stoffverdeck

Die eigentliche Montage vom Verdeck Stoff ist im Grunde recht simpel.
Auflegen, festkleben, fertig. Na ja, fast zumindest….

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Der Stoff wird zuerst grob über das Gestänge gelegt, dann werden die seitlichen Spannseile eingeschoben und hinten an den Federn eingehakt.

Beim E-Verdeck wird dazu noch zwischen dem ersten und zweiten Spriegel, von der Beifahrerseite aus, ein Drahtbügel in die entsprechende Schlaufe geschoben. Diese quer eingenähte Schlaufe ist übrigens der einzige Unterschied zum manuellen Verdeck und soll nur sicherstellen, dass das Verdeck an dieser Stelle sauber faltet und nicht später zwischen Kasten und Deckel klemmt.
Nun wird der Stoff hinten im Bereich Seitenscheibe – Verdeck Kasten über die breiten Metallecken geschoben und verklebt.

Stülpt man anschließend die beiden vorderen Ecken vom Stoff über das Gestänge, ist man schon sehr nah an der Endposition vom Verdeck dran und es können erst einmal die seitlichen Leisten, an denen die Spannseile hängen fest geschraubt werden.
Ab hier habe ich dann aber doch mehrere Versuche gestartet den Stoff so zu spannen, dass die untere Naht einen schönen, gleichmäßigen Spalt zum Verdeck Kasten hin bildet.
In den meisten Anleitungen, die im Netz kursieren steht, man solle die hintere Naht einkleben und dann vorne an der A-Säule weiter machen. Aber immer wenn ich den Heckabschluss scheinbar perfekt hatte und anschließend  vorne weiter gemacht hatte, passte es hinten nicht richtig.
Ich habe dann zuerst den Stoff testweise nur mal unter den vorderen Spriegel geklebt und zwar so, dass die die Quernähte auf dem Dach genau mittig auf den jeweiligen Spriegeln liegen.  Und siehe da, plötzlich passt es auch hinten. Zauberei :o)

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Nun habe ich zuerst die Hebel der Verdeck Verriegelung vorne angeschraubt und hinten den Spriegel und den Stoff unterhalb des Heckfensters nochmals mit Kleber eingeschmiert. Dann den Stoff punktuell ganz leicht an das Gestänge gedrückt und das Verdeck verriegelt.
Jetzt konnte ich an ein paar Punkten den Stoff exakt platzieren und andrücken, das Verdeck wieder entriegeln, hinten anheben und zum Schluss den Stoff so ankleben, das eine saubere Rundung zwischen meinen vorher angesetzten Punkten entstand.
Nachdem ich das Verdeck abermals verriegelt hatte um die Position hinten zu kontrollieren, konnte ich nun mit der zweiten Stofflage die Abschlussnaht endgültig in die richtige Position bringen.

Ich habe an dieser Stelle bewusst die Naht sehr knapp, eventuell sogar ein paar Millimeter zu hoch angesetzt damit ich mit der zweiten Stofflage den Heckabschluss sehr weit nach innen ziehen konnte um auf diese Weise später beim Einklappen mehr Platz zwischen Verdeck und dem Antrieb zur Verdeck Klappe zu bekommen.

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Als nächstes habe ich dann die beiden Seiten jeweils vom Heckfenster bis zur Seitenscheibe und zum Schluss die „C-Säule“ hoch verklebt. Auch hier habe ich nach jedem geklebten Stück, immer wieder das Verdeck verriegelt um die Passgenauigkeit zu kontrollieren.

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Jetzt ging es innen weiter.

Bei geschlossenem Verdeck, habe ich den Stoff stramm um die Spriegel geklebt und zum Abschluss der Klebearbeiten den Stoff unterhalb des Heckfensters faltenfrei aufgeklebt.

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Weiter geht es mit den Profilleisten für die Dichtungen.
Hinten und vorne werden sie wieder angeschraubt und entlang der „C-Säule“ genietet.

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Dann werden alle Dichtungen eingeschoben, oder rein gedrückt und die Dichtung an der „C-Säule“ zusätzlich mit diesen Beiden Nieten unten angenietet.

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Und damit das schöne, neue Verdeck nicht gleich wieder vom Gestänge eingesaut wird, habe ich die fehlende Abdeckung noch durch eine selbst kreierte ersetzt.

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Fazit:
Der Umbau auf das E-Verdeck war, da das Spenderteil schon sehr runtergerockt war,  recht langwierig. Wenn schließlich aber, einerseits nach vielen Recherchen im Internet und andererseits durch etwas Kreativität, alle Komponenten wieder instand gesetzt sind und man das neu bespannte Dach per Knopfdruck im Kasten versenkt und wieder raus fährt, bekommt man das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht :o)
Der Eigentliche Wechsel vom Stoffverdeck ist auch kein Hexenwerk da zumindest dieses Exemplar eine sehr gute Passgenauigkeit hat.
Weil dies mein allererster Versuch war habe ich hierfür zwar recht lange gebraucht, aber dafür sitzt das Verdeck nicht nur ordentlich auf dem Auto, sondern in einigen Details sogar besser als mein altes Verdeck und mein Spielzeug hat jetzt eine weitere Spielerei mehr.

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