Das Leben, Zimmer 18 und Du / Nancy Salchow

buchbesprechungkl
Titel:
Das Leben, Zimmer 18 und Du
Autor: Nancy Salchow
Verlag: neobooks Self-Publishing
ASIN: B00FB0A572
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Manchmal reicht nur ein Blick …
Nancy Salchow verarbeitet in diesem Roman ihre eigene Geschichte, die über ihren Weg raus aus der Depression und dem Burn Out erzählt. Dabei erkennt sich, dass nach der Dunkelheit Licht folgt, oder besser gesagt Liebe.

Handlung
In ihrem autobiografischen Roman erzählt die Autorin über ihre Zeit in einer psychiatrischen Klinik, als Burn Out und Depressionen sie in die Knie zwingen.
Psychisch schwer angeschlagen, gefangen in ihrer Trauer und Depression, muss sie sich mühsam den Weg zur Genesung erkämpfen und erkennt dabei, dass sich Ansichtsweisen ändern. Sehr viel Kraft gibt ihr die Bekanntschaft zu Bastian, ein Mann, der sie versteht, so wie sie ist.
Und schon bald erkennt sie, wie wichtig Bastian tatsächlich ist.
Aufgegliedert ist die Geschichte in Nancys Erinnerungen an ihren Bruder, die Erinnerungen an ihre Klinikzeit, Statusmeldungen auf Facebook und die Tagebucheinträge ihrer Mutter.
Natürlich ist dieser Roman auch sehr emotional, beruht er auf eigene Erfahrungen.
Sehr interessant fand ich die Beschreibung der Reaktion ihres Umfeldes mit ihrer Erkrankung. Vor allem aber auch der Klinikalltag macht die Biografie für mich noch ein Stück weit nachvollziehbarer.

Schreibstil
Die Autorin verwendet einen recht detaillierten, ausführlichen und vor allem sehr emotionalen Schreibstil, der oftmals etwas ausholt.
Mich persönlich störte das nicht, da es für mich einfach zu diesem Roman gehörte und sehr persönlich von der Autorin war.

Fazit
„Das Leben, Zimmer 18 und Du“ ist eine interessante, teils auch schwierige obwohl anspruchslose Autobiografie, die mir das Thema Depression etwas näher brachte. Ich fand die Ehrlichkeit der Autorin sehr beeindruckend und mutig, obwohl sie oft einen schwierigen Eindruck machte.
Die Erzählung ist eine Achterbahnfahrt, in der es rauf und runter geht. Mal rasant mal etwas ruhig, vor allem aber sehr offen und persönlich erzählt.
Dies war nicht mein erster Roman von Nancy Salchow, jedoch spürt man hier die eigene Emotionalität der Autorin sehr deutlich.
© Michaela Gutowsky

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