Das himmlische Kind / Heinrich Steinfest

 

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Titel:
Das himmlische Kind
Autor: Heinrich Steinfest
Verlag: Droemer Knaur
ISBN:  978-3-426-30420-4
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Die Geschichte:
Miriam und Elias irren einsam durch einen verschneiten Wald auf der Suche nach Rettung. Die beiden Kinder finden eine alte Hütte und Miriam erzählt mit ihren 12 Jahren ihrem sterbenskranken Bruder eine Geschichte. Eine Geschichte, die ihm das Leben retten soll. Denn man stirbt nicht, wenn man wissen möchte, wie es weitergeht.

Die Handlung
hat definitiv einen leicht philosophischen und märchenhaften Inhalt. Doch wie in vielen anderen Märchen, gibt es auch hier einen traurigen und grausamen Handlungsverlauf, der dank dieser zwei liebenswerten Kinder wieder aufgelockert wird. Aufgebaut ist die Geschichte in 15 Kapitel und aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen erlebt der Leser Miriam, wie sie alles Mögliche versucht um sich und ihren Bruder zu retten, zum anderen wird der Leser mit in Miriams Märchen hineingezogen.
So wird er konfrontiert mit Hoffen und Bangen um diese Kinder und gleichzeitig in eine winterliche, zauberhafte und verschneite Atmosphäre katapultiert.

Die Figuren:
Miriam ist mit ihren 12 Jahren schon recht intelligent und weiß, was sie zu tun hat. Gleichzeitig steckt sie voller Angst um ihren Bruder und um sich selbst. Ich mochte sie von Beginn an und ihre Fantasie, mit dem sie dieses Märchen erzählt, gefiel mir sehr gut.
Elias ist knapp 5 Jahre und versteht noch nicht, warum er und Miriam überhaupt in dieser Lage sind. Seine kindliche Naivität gibt der Handlung meiner Meinung nach einen dramatischen und spannenden Zug.

Der Schreibstil:
Ist verspielt und gleichzeitig ziemlich einfach und direkt dann wiederum dramatisch aber auch fantasievoll. Der Autor verwebt eine ernste Handlung mit der bezaubernden Erzählung eines Märchens. Anfangs brauchte ich etwas Zeit um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, dann jedoch zog mich die Handlung in seinen Bann.

Fazit:
„Das himmlische Kind“ ist eine dramatische und märchenhafte Erzählung die von Sehnsucht und Liebe erzählt, Verzweiflung und Angst. Auf seine Art eigenwillig aber besonders, lädt dieser Roman zu einem bitterkalten verschneiten Winter ein und regt zum Nachdenken an. Es blieben für mich zum Schluss nur wenige Fragen offen, da ich aber von dieser Geschichte so beeindruckt war, konnte ich da getrost drüber hinwegsehen.
© Michaela Gutowsky

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