Das Haus in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt / Tom Llewellyn

Titel: Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt
Autor: Tom Llewellyn
Verlag: Beltz
ISBN: 978-3-407-74640-5
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Charly und Jacob sind mit ihrer Familie ins „Haus Tilton“ eingezogen. Seit dem jagt eine seltsame Entdeckung die Nächste. Schräge Böden, eine sprechende Ratte und Wachstumspulver sind erst der Anfang. Da wundert sich auch niemand mehr, als das Haus plötzlich unsichtbar wird.

Eindruck
Die Geschichte erzählt mit sehr viel Fantasie und Liebe zum Detail, die abenteuerlichen Erlebnisse der Familie Hensley, die in ein sehr ungewöhnliches und geheimnisvolles Haus zieht.
In diesem ist wirklich nichts normal, die Böden sind schräg, sprechende Ratten sehen sich als Hausbewohner und so manch gelöstes Rätsel sorgt für allerhand Wirbel und riesige Ausmaße.
Dabei ist die Handlung in 16 kurzen Kapiteln von Jacob in der Ich-Perspektive erzählt, die stets mit einer Überschrift zum nächsten Abenteuer versehen sind. So scheint es, als wären die Kapitel stets in sich abgeschlossen, wie eine Kurzgeschichte, die dann mit dem nächsten Kapitel und der nächsten Geschichte weitergeführt wird.
Doch gerade deswegen hätte ich mir etwas mehr Zusammenhang gewünscht, Wendungen und Verknüpfungen – so das alle Abenteuer wieder ineinander und tiefer verbunden sind, statt einfach abgehakt. Denn immerhin spielt sich ja alles in und ums Haus ab. Themen wie Existenzsorgen der Eltern, Freundschaften und familiärer Zusammenhalt, begleiten die Geschichte durchgehend, jedoch waren die eigentlichen Erlebnisse pro Kapitel wie abgeschlossen und wurden nicht mehr angesprochen.

Figuren
Die Personen und Figuren fand ich gut beschrieben, auch hier wird die Fantasie sehr angeregt.
Besonders die Verbundenheit der Brüder Jacob und Charly fand ich sehr schön.
Bei einigen Figuren hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht, da sie doch sehr blass erschienen.

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr detailliert aber kindgerecht und fesselnd. Junge Leser können mit Sicherheit in seinen Bann gezogen werden, die Fantasie wird angeregt und der Spannungsbogen wird immer wieder aufgenommen.

Fazit
„Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt“, ist ein außergewöhnliches Abenteuer mit verrückten Ereignissen und mysteriösen Begebenheiten die eine fast gewöhnliche Familie, nach ihrem Umzug erlebt.
Trotz kleiner Kritiken konnte der Autor auch mich begeistern und ich bin sicher, dass er die eigentliche Zielgruppe, nämlich den jungen Leser, definitiv ansprechen kann.
© Michaela Gutowsky

2 Kommentare zu “Das Haus in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt / Tom Llewellyn

    • Ich bin gespannt wie Du es findest, es ist halt ein Kinderbuch 🙂
      Und nein, geht nicht, dann müsste ich ja wieder einen neuen „Platzhalter“ fotografieren und ich finde den hier doch so gut gelungen 🙂
      Obwohl, vielleicht im Sommer, wer weiß – mit lecker Eisshake im Hintegrund *gg*

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