Das Haus, das in den Wellen verschwand / Lucy Clarke


Titel: Das Haus, das in den Wellen verschwand
Autor: Lucy Clarke
Sprecher: Ilena Gwisdalla
Verlag: Audio media
ISBN: 978-3-95639-067-8
Spieldauer: ca. 375 Minuten, gekürzte Lesung
Mein Eindruck:
Kurzbeschreibung
Auf ihrer Weltreise treffen Lana und ihre beste Freundin Kitty auf eine Gruppe junger Backpacker, die mit ihrer Jacht von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Die beiden werden von der Crew aufgenommen und es beginnt eine aufregende Zeit auf der Südsee. Doch eines Tages verschwindet plötzlich ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean und die Freundinnen merken, dass nichts so ist, wie es scheint. Nach und nach kommt ans Licht, warum die Mitglieder ihre Reise angetreten haben.

Eindruck
Lucy Clarke hat mit diesem Roman eine Mischung aus einem Kriminal- und Abenteuerroman geschaffen.
Mit einem fesselnden und bildhaften Erzählstil beschreibt die Autorin die tragische Geschichte eines Abenteuers, dass junge Menschen mitten auf dem Ozean erleben.
Alle haben etwas gemeinsam: Sie fliehen vor ihrer Vergangenheit und wollen vergessen. Doch so leicht ist es nicht und Geheimnisse kommen oft schneller ans Licht, als geglaubt.
Die vermeintliche Harmonie, mitten in einer bezaubernden Südseeatmosphäre, steigert sich in Misstrauen und Missverständnissen, Geheimnissen und Verdächtigungen.
Dies baut natürlich Spannung beim Zuhören auf, denn eigentlich rechnet man jederzeit mit einer Eskalation.
Die Geschichte wird von der Protagonistin selbst erzählt, mit Rückblick an ihre Reise und deren Entwicklung.
So wird der Zuhörer immer wieder in die Gegenwart und Vergangenheit gezogen, jedoch dabei nicht verwirrt.
Die Geschichte fokussiert sich dabei hauptsächlich auf die Freundinnen und deren Schicksale und bietet dabei ausreichend Tiefgang.
Auch die Hintergründe der anderen Personen fand ich sehr interessant denn sie boten zusätzliche überraschende Wendungen in der Handlung.
Eigentlich wäre es damit eine perfekte Geschichte gewesen, jedoch konnte mich die Umsetzung des Endes nicht ganz so begeistern wie die Geschichte selbst.

Figuren
Die Beschreibung der Personen, insbesondere der Crewmitglieder, hat mir sehr gut gefallen.
Alle Charaktere waren interessant, weil sie entweder sehr lebhaft oder eben auch sehr distanziert und geheimnisvoll wirkten und somit auch verschiedene Emotionen auslösen konnten.
Vor allem Lana, die Protagonistin, konnte mich in ihrer Rolle überzeugen, während ich Kitty zum Beispiel nur naiv und egoistisch und nervtötend fand.

Sprecher
Ilena Gwisdalla war mir bis zu diesem Hörbuch unbekannt, konnte mich aber mit ihrer jungen und kräftigen Stimme sofort für sich gewinnen.
Es war sehr angenehm ihr und den unterschiedlichen Emotionen in dieser Geschichte zuzuhören.
Sie passt sehr gut zu den Charakteren, kann sich schnell in die verschiedenen Situationen einfinden und überträgt sie glaubhaft und nachvollziehbar auf den Zuhörer.

Fazit
„Das Haus, das in den Wellen verschwand“ ist eine fesselnde und tragische Erzählung.
Geheimnisvolle Geschichten scheinen der Autorin zu liegen, denn schon mit ihrem vorherigen Roman „Der Sommer, in dem es zu schneien begann“, konnte mich Lucy Clarke überzeugen.
Auch in ihrem aktuellen Roman, gibt es wieder Geheimnisse zu entdecken, Rätsel zu lösen und Freundschaften zu beobachten, die sich auf emotionale Achterbahnfahrten begeben.

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