Das Ende des Alphabets / Charles Scott Richardson


Titel:
Das Ende des Alphabets
Autor: Charles Scott Richardson
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492254182
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Wenn das Leben in 30 Tagen endete, was würde man tun? Ambrose, seit Kindheit fasziniert von den Buchstaben des Alphabets, macht eine letzte große Reise. Gemeinsam mit seiner Frau will er die Orte ihrer gemeinsamen Liebe besuchen. Doch die Sehnsucht und der Schmerz gehorchen keinem Alphabet. Schon bei F wie Florenz ahnen die beiden, das es so nicht würde weitergehen können.

Eindruck
Es gibt Geschichten, die reißen mich von den ersten Seiten an mit, bleiben haften und unvergessen.
C. S. Richardson erzählt in seinem Roman mit leisen Tönen die sehr bewegende und tief greifende Geschichte von Ambrose und Zipper, die beide im mittleren Alter ihr Leben genießen und die plötzlich mit einer grausamen Nachricht aus ihrem sicheren Leben gerissen werden. Ambrose ist todkrank, eine genaue Diagnose gibt es scheinbar nicht, wohl aber das Wissen, das er nur noch knapp einen Monat zu Leben hat.
So begibt er sich, gemeinsam mit Zipper auf eine Reise, entlang des Alphabetes. Denn Buchstaben, ganz besonders das Alphabet an sich, haben in seinem Leben seit jeher eine große Bedeutung.
Die beiden bereisen also spontan Städte, die sie immer mal sehen wollten, erleben verschiedene schöne und traurige Momente und immer zieht das schmerzvolle Wissen um Ambrose drohenden Todes, wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Natürlich ist die Handlung aufgrund des Themas sehr emotional, dramatisch und traurig und egal was die beiden erleben und welchen Erinnerungen sie sich hingeben, es bleibt stets eine melancholische und bedrückende Atmosphäre beim Lesen, die sich nicht wegdrängen lässt.
Je mehr die Ambrose und Zipper erleben, je mehr sich die beiden ihren Ängsten stellen, desto weniger wollte ich diesen Roman enden lassen.

Figuren
Ambrose und Zipper fand ich beide wunderbar und beeindruckend beschrieben und konnte gut mit ihnen sympathisieren. Die Liebe und Zuneigung zueinander wirkte weder aufgesetzt noch übertrieben, sondern einfach nur wunderschön.
Doch gerade weil die beiden so liebenswert waren, so ehrlich und authentisch, fand ich die Geschichte noch viel trauriger und schöner zugleich.

Schreibstil
Der Autor, verwendet einen sehr feinfühligen und berührenden Schreibstil mit sehr viel Tiefe zwischen den Zeilen und der sich beim Leser festsetzt. Von der ersten Seite an war ich in seinen Bann gezogen und konnte mich voll und ganz in die Geschichte einfinden. Fast greifbar beschreibt er den Schmerz und die Angst der beiden aber auch die Liebe, die sie füreinander empfinden.

Fazit
„Das Ende des Alphabets“ ist eine sehr bewegende, tief berührende Geschichte, die sich fest ins Herz verankert und noch lange Zeit nachdenklich und aufgewühlt zurücklässt.
Da ist so viel zwischen den Zeilen, dass Du innehältst und schluckst. Denn die Liebe, die fast greifbar in dieser Geschichte erscheint, wiegt trotz der wenigen Seiten, schwer. Und dann schließt du am Ende, tränennass das Buch, weil es eine so wunderschöne und traurige Handlung ist.
Für mich ganz klar ein Herzensbuch!
© Michaela Gutowsky

2 Kommentare zu “Das Ende des Alphabets / Charles Scott Richardson

  1. Liebste Ela,
    ich erinnere mich noch gut als ich das Buch gelesen habe.
    Genauer gesagt habe ich es als Hörbuch kennengelernt. Und dann brauchte ich natürlich auch gleich die Papierform und hab es noch einmal gelesen.
    Es ist so wunderbar, genau wie du es beschreibst.

    LG
    Karin

    • Liebe Karin,
      obwohl ich ja wahnsinnig gerne Hörbücher höre, glaube ich in dem Fall, war das Buch die bessere Wahl.
      Einfach weil man selbst ja so viel zwischen den Zeilen interpretieren kann.
      ich bin immer noch ganz ergriffen und hoffe, dass dieses Buch noch viel bekannter wird.
      Liebe Grüße
      Ela

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