Dancing Queens – Alle Wege führen nach Waterloo / Jana Fuchs

Gelesenganzklein
Titel:
Dancing Queens – Alle Wege führen nach Waterloo
Autor:
Jana Fuchs
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-51491-7
Meine Gesamtwertung: 4/5
Meine Meinung:
Helen und Linda kennen sich aus dem Internet. Beide Frauen sind völlig unterschiedlich und doch verbindet sie eine Gemeinsamkeit: ihre Liebe zu Abba. So beschließen sie aus heiterem Himmel, sich endlich real zu treffen und gemeinsam auf das Abba-Festival nach Stockholm zu fahren.
Klingt bis dahin noch recht simpel, würde Helen nicht ihren Mann belügen und ihm von einem Wellness-Urlaub erzählen und wäre Linda nicht so eine Chaotin. So brechen beide aus Ihrem Alltag aus und erleben ein nicht nur musikalisches Abenteuer.
Schon beim Klappentext merkt man deutlich das beide Autorinnen einen amüsanten Unterhaltungsroman geschrieben haben. Der Leser lernt beide Protagonistinnen direkt auf den ersten Seiten durch einen dargestellten Emailkontakt kennen. So merkt man auch ziemlich zügig, wie unterschiedlich Helen und Linda sind.
Helen ist Mutter von 2 Kindern und Ehefrau und scheint dementsprechend etwas festgefahren in ihrer Verantwortung. Sie wirkte zwischendurch etwas verklemmt, wenn nicht sogar Prüde und doch war, sie mir die deutlich sympathischere Figur denn Linda ist das genaue Gegenteil. Sie ist um einiges jünger, erschien mir sehr chaotisch und eben auch ein Freigeist. Wo Helen meiner Meinung nach zu viel Verantwortungsgefühl besaß, hatte Linda zu wenig. Vielleicht war es aber genau diese Mischung, die Ergänzung der beiden Personen, dass den Roman so liebenswert macht.
Die beiden Autoren sparen natürlich nicht an Fakten zu Abba und lockern die Handlung durch ein Fragequiz von Helen & Linda zusätzlich auf. Selbst für nicht Abba-Fans wie mich sind diese Fakten sehr interessant.
Wie es sich für einen guten Unterhaltungsroman gehört, erleben beide ein verrücktes und spannendes Abenteuer und natürlich spielt der Zufall oft eine große Rolle, um beide aus prekären Situationen zu retten.
Hier sollte man also großzügig ein Auge zu drücken und einfach drüber hinwegsehen. Auch einige Fragen blieben für mich unbeantwortet, wie zum Beispiel, warum Helen nicht gleich zu Beginn bei ihrem Mann mit offenen Karten spielt. Nichtsdestotrotz konnte ich darüber hinwegsehen denn es gab genug witzige und unterhaltsame Szenen, die den Roman durchaus lesenswert machen.
Mit einem amüsanten und auch frechen Schreibstil lassen beide Autorinnen ihre Charaktere authentisch und vor allem nicht zu blass erscheinen. Hierbei meine ich nicht nur Helen und Linda selbst, sondern auch sämtliche „Nebenfiguren“ die teilweise ebenso liebenswert sein können.

Fazit:
„Dancing Queen“, hat meiner Meinung nach alles, was ein guter und amüsanter Unterhaltungsroman haben sollte. Ein paar kleine Schwachstellen hatte er zwar, mit denen kann man aber völlig getrost leben. Da ich selbst kein „Abba-Fan“ bin und er mir trotzdem gefiel, kann ich ihn also auch für „Nicht-Abba-Fans“ empfehlen da dieser Roman eben auch von Freundschaft und dem Ausbrechen aus dem Alltag handelt.
© Michaela Gutowsky

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