Chucks / Cornelia Travnicek

buchbesprechungkl
Titel: Chucks
Autor: Cornelia Travnicek
Verlag: btb
ISBN: 978-3442747023
Meine Gesamtwertung: 2/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Bevor Mae sich im Aidshilfehaus in Paul verliebte, zog sie als Punk durch die Straßen Wiens.
Als seine Krankheit ausbricht, versucht Mae alles, um sein Verschwinden aufzuhalten. Sie sammelt seine Haare, Fußnägel und zuletzt sogar die Luft, die er geatmet hat, in unzähligen Tupperdosen.

Die Handlung
Die Geschichte bedient sich vieler Themen, wie zum Beispiel Trauer, Krankheit, Obdachlosigkeit und beinhaltet trotz der beschriebenen Leichtigkeit der Charaktere, sehr viel Ernstes, das nachdenklich stimmt. Trotz allem vermisste ich aber in dieser Erzählung die Tiefe, sei es bei den Figuren die mir oft zu blass erschienen, als auch in der Thematik selbst. Die Themen erschienen mir eher angerissen, nicht erklärt genug, was bei mir persönlich dafür sorgte, das ich fast genauso emotionslos b lieb, wie die Protagonistin mir anfangs erschien.
Mae ist ein außergewöhnlicher Charakter, der es mir unheimlich schwer machte, sie zu mögen.
Es gibt zwei Perspektiven, die abwechselnd dargestellt werden. Zum einen wird die Gegenwart mit Paul erzählt aber es gibt auch viele Erinnerungen an Maes Zeit auf der Straße.
Paul geht sehr lässig mit seiner Krankheit um, Mae mit ihren Erlebnissen auf der Straße und ihrer Exbeziehung.
Das erschien mir etwas unglaubwürdig, zu konstruiert.

Personen
Es gibt einige Personen, die in dieser Geschichte wichtig sind und zusammengeführt werden, jedoch fehlte es mir hier an Tiefe.
Protagonistin ist Mae, die Sozialstunden in einem Aidshilfehaus ableisten muss. Dort verliebt sie sich in Paul und scheint ihr Leben endlich etwas ernster zu nehmen.

Schreibstil
Cornelia Travnicek´s Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, bei dem ich mich ziemlich konzentrieren musste, da ich ihn als sehr sprunghaft empfand.
Immer wieder werden Erinnerungen in den Handlungsverlauf eingeworfen, die so spontan erschienen, dass sie mich immer wieder aus der Geschichte rausbrachten.

Fazit
„Chucks“ ist ein Jugendroman, der es mir unheimlich schwer machte, an der Geschichte dranzubleiben. Mich konnte er leider nicht so fesseln wie gewünscht und im Grunde genommen bin ich nur aufgrund der geringen Seitenzahl an der Geschichte drangeblieben.
Denn einmal angefangen konnte ich dann doch nicht aufhören.
Ungewöhnlich und sprunghaft lässt mich dieser Roman zurück mit dem Gedanken, was genau diese Geschichte eigentlich ausdrücken wollte.
© Michaela Gutowsky

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