Blood on my Hands / Todd Strasser

Kurzbeschreibung
Katherine wird ermordet aufgefunden. Neben ihr kniet die 17 jährige Mitschülerin Callie, ein blutiges Messer in ihrer Hand. Ihre Mitschüler entdecken sie und schießen ein Foto von ihr. In ihrer Panik flieht Callie und versteckt sich. Denn sie ist unschuldig und versucht, ihre Unschuld zu beweisen. Gar nicht so leicht, wenn man in ein Netz voller Intrigen gerät.

Eindruck
Der Autor Todd Strasser, der auch unter dem Namen Morton Rhue bekannt ist, beschreibt in seinem Jugendroman einen Thriller, der sich zu einem Katz- und Mausspiel entwickelt.
Katherine ist die Anführerin einer Clique und strahlt ungemeine Macht aus. Callie freut sich, genau wie andere „unscheinbare“ Mädchen, von Katherine beachtet zu werden und ist bereit so gut wie alles dafür zu tun, um weiterhin an ihrer Seite sein zu können.
Im Laufe der Handlung nehmen Katherines Machtspielchen immer weiter zu und so kommt es zu dem Mord, mit dem der Leser direkt zu Beginn der Geschichte konfrontiert wird.
Es gibt zwei Erzählstränge, die zum einen aus der Ich-Perspektive von Callie erzählt werden, zum anderen in der Vergangenheitsform als ihre Erinnerungen. Zudem wird ein dritter Erzählstrang kursiv dargestellt, der immer wieder mittendrin auftaucht und anfangs etwas verwirrend sein kann.
Verschiedene Wendungen und falsche Fährten sind ebenfalls vorhanden, jedoch bleibt der Spannungsbogen eher im mittleren Bereich. Im letzten Drittel steigert sich dann die Spannung noch ein bisschen.
Die Geschichte hat ihre Längen und stellenweise ist sie auch etwas überzogen. Die Handlung bleibt an der Oberfläche und bedient auch einige Klischees.

Die Figuren sind zwar ausreichend beschrieben aber ohne Tiefe, jedoch sollte man hier auch die geringe Seitenzahl bedenken.
Leider fand ich einige Reaktionen übertrieben oder auch unlogisch. Jugendlich hin- oder her aber diese Machtspielchen und die Reaktionen der Mitschüler fand ich stellenweise etwas unglaubwürdig.

Durch den leichten Schreibstil lässt sich die Geschichte jedoch flüssig lesen und schafft es trotz kleiner Abstriche zu fesseln. Schließlich will man ja wissen, wer Katherine ermordet hat, dennoch blieb bis zum Schluss das Gefühl, dass sich diese Geschichte zu sehr an nebensächlichen Details verliert, wie zum Beispiel Callies romantischen Erinnerungen. Dies bremste dann den Lesefluss leider wieder etwas aus.

Fazit
„Blood on my Hands“ ist ein durchschnittlicher Jugendthriller, der sich leicht lesen lässt und Stärken und Schwächen besitzt.
Auch wenn sich dieser Roman an eine jüngere Zielgruppe richtet, denke ich, dass er ruhig etwas mehr Tiefe und Spannung verkraftet hätte.
So empfehle ich ihn als eine Geschichte für zwischendurch, die trotz der erwähnten Kritikpunkte unterhaltsam und lesenswert ist.

Weitere Informationen zu diesem Buch
Titel: Blood on my Hands
Autor: Todd Strasser
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3551359070
Seitenzahl: 272
Erschienen am: 20.12.2010

4 Kommentare zu “Blood on my Hands / Todd Strasser

  1. Hach hach hach, fehlende Tiefe der Charaktere, Seitenzahl hin oder her … und ein Jugendbuch-Thriller, ich glaube da lasse ich es lieber sein 😉 Wobei das eher an der fehlenden Tiefe liegt, bei dem ein oder anderen Jugendbuch werde ich dann ja schon noch neugierig.

    Liebe Grüße
    Janna

    • Hallo Janna,
      kann ich verstehen. Es stört mich oftmals nicht wenn die Tiefe fehlt aber es komtm eben dann auch auf das Gesamtpaket an.
      Liebe Grüße
      Ela

  2. Hi Ela,

    das Buch habe ich vor Jahren gelesen, damals war ich ein riesiger Morton Rhue Fan, nachdem wir in der Schule „Die Welle“ gelesen haben! An die Story hier erinnere ich mich aber irgendwie kaum, so richtig schlecht fand ich aber keins seiner Bücher!

    Liebe Grüße
    Jessi

    • Hi Jessi,
      ich hab von Morton Rhue auch „Asphalt Tribe“ und „die Welle“ gelesen und fand die beiden super.
      Schlecht war „Blood on my Hands“ ja auch nicht, aber ich glaube, es ist einfach eine Geschichte, die nicht unbedingt lange Zeit haften bleibt 🙂
      Liebe Grüße
      Ela

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