Ausradiert /Martin S. Burkhardt

Titel: Ausradiert
Autor: Martin S. Burkhardt
Verlag: Luzifer Verlag
ISBN: 978-3958351103
Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Moritz ist von heute auf morgen für die Welt unbekannt. Seine Freundin und seine Kollegen erinnern sich nicht mehr an ihn. Kurz darauf wird Moritz von nebulösen Erscheinungen angegriffen und stirbt fast dabei. Doch dies ist nur der Anfang seines Albtraums.

Eindruck
Nachdem ich bereits begeistert von Martin S. Burkhardts Fantasyroman „Hinter dem Tor“ war, war ich sehr gespannt auf „Ausradiert“, eine Geschichte, die sich im Genre Horror und Thriller bewegt.
In seinem neuen Roman beschreibt der Autor, die Geschichte von Moritz, der plötzlich von heute auf morgen seine Identität verliert. Sein Freundes- und Kollegenkreis kennen ihn nicht mehr und mysteriöse Schattengestalten trachten nach seinem Leben. Es scheint als hätte es ihn nie gegeben.
Martin S. Burkhardt, wirft den Leser von der ersten Seite an mitten ins Geschehen.
Stück für Stück führt er den Leser an eine unheimliche und geheimnisvolle Situation heran, baut Spannung auf, die allerdings immer nur kurzweilig gehalten werden kann.
Die Handlung, aufgebaut in einem Prolog, 27 Kapiteln und einem Epilog, braucht zunächst auch eine gewisse Länge um wirklich Fuß zu fassen. Sie enthält viele Dialoge, die ich allerdings zeitweise auch als wiederholend und anstrengend fand, weil sie mir auf der einen Seite zu viele belanglose Details enthielten und auf der anderen Seite die Tiefe fehlte.
Interessant fand ich allerdings die Richtung, in die sich die Handlung entwickelte. Der Autor vermischt Horror mit fantastischen Elementen und scheut auch nicht vor blutigen Szenarien zurück.
Obwohl mich die Story nicht ganz so mitreißen konnte wie erhofft, gefiel mir die Handlungsidee sehr gut und war ich positiv überrascht über den Ausgang der Geschichte, der irgendwie ein bisschen fies und böse war und sehr gut zu dieser Geschichte passte.

Charaktere
Die Personenbeschreibung sowie die Beschreibung der Schattengestalten fand ich an sich gelungen, dennoch fehlte mir etwas Feinschliff in den Reaktionen. Sie ließen sich zwar soweit gut vorstellen und vor allem die Rolle des Obdachlosen hat mich sehr interessiert, wirkten aber zeitweise etwas hölzern.
Wirklich sympathisieren oder mitfühlen konnte ich mit keiner der Figuren. Wie sehr ich mich auch bemühte sie zu verstehen, ich bekam einfach keinen Zugang zu ihnen.

Schreibstil
Der Autor verwendet viele kurze Dialoge und bedient sich einer recht bildhaften Beschreibung.
Dennoch fand ich einige Situationen und Szenen wiederholend und oft zu intensiv beschrieben, was mir zwischenzeitlich den Lesefluss ausbremste.

Fazit
„Ausradiert“ ist ein an sich interessanter Roman, der sich im Bereich Horror oder auch Thriller bewegt. Die Idee der Handlung gefiel mir gut und hat mich bis auf die paar Kritikpunkte gut unterhalten.
Leider konnte die Geschichte in ihrer Umsetzung, mich nur nicht so fesseln und begeistern, wie ich es mir gewünscht und erhofft habe, was vielleicht daran lag, das der Spannungsbogen in den entscheidenden Momenten immer wieder zu schnell abfiel und ich auch mit dem Schreibstil meine Probleme hatte.
© Michaela Gutowsky

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