Asphalt Tribe / Morton Rhue

Titel: Apshalt Tribe

Autor: Morton Rhue

Verlag: Ravensburger

ISBN: 978-3-473-35336-1

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:
Dies war meine erste Graphic Novel und ich bin wirklich begeistert. Dachte ich zunächst das es nicht möglich sein kann, ein derart ernstes Thema auch wirklich erst in einer Art Comic-Version zu verdeutlichen, so musste ich schnell feststellen, dass dem so nicht ist.

Allerdings habe ich den eigentlichen Roman „Asphalt Tribe“ nicht gelesen, kann also hier nicht sagen, ob zu viel von der Handlung in dieser Graphic Novel fehlt.
Sehr schnell spürt man den Ernst der Straße, der trotz der kurzen Sätze die in Sprechblasen abgebildet sind oder Maybes Gedanken, die man in kleinen Kästchen verfolgen kann.
Maybe ist die Protagonistin hier und berichtet über das harte Leben als Obdachlose in New York. Sie erzählt von Prostitution, Drogen und Gewalt. Sie kümmert sich um ihre Mitmenschen, die ebenfalls obdachlos sind, versucht gemeinsam mit Ihnen zu überleben und sorgt sich um sie.
Das Misstrauen gegenüber Erwachsenen ist hier deutlich zu spüren und teilweise nachvollziehbar.
Auch Maybes Angst, während sie über das Leben der Straße berichtet, kommt hier sehr deutlich zum Vorschein.
Doch nicht nur die Geschichte selbst, sondern auch die grandiosen Zeichnungen, machen diese Emotionen aus.
Ist das Leben auf der Straße wirklich die Freiheit? Wie kann man frei sein, wenn man von Ängsten, Kälte und Schmerz umgeben ist?
Die Figuren sind nicht nur klar beschrieben, einige tauchen auch in „Aktenform“ in diesem Buch auf.
Sie sind auch deutlich gezeichnet, sodass der Leser recht schnell unterscheiden kann, um wen es sich handelt.
Es gibt sehr viele Dialoge aber auch Gedankengänge. Die Sprache und die abgebildeten Szenen sind hart aber zu der Handlung dementsprechend auch angepasst und verdeutlichen den Ernst dieser Geschichte.
Das Buch lässt sich aufgrund der geringen Seitenzahl sehr schnell lesen, doch hatte ich nicht das Gefühl mir würde etwas an dieser Geschichte fehlen. Vor allem aber regt es zum intensiven Nachdenken an. Mich hat dieses Buch so gefesselt, dass ich im Anschluss des Lesens erst einmal tief durchatmen musste und mich versucht habe, im Nachhinein noch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Ich denke, somit hat die Geschichte auch noch einen großen Lehreffekt für Schüler oder einfach nur Jugendliche.
Durch die moderne Gestaltung als Graphic Novel, ist dieses Buch vielleicht sogar für Nicht-Leser bzw. Wenig-Leser interessant.
Das Cover ist sehr interessant gestaltet. Es zeigt New York, während es schneit mit den Jugendlichen im Hintergrund. Die Zeichnungen in dem Buch sind schwarz-weiß gestaltet.
Am ende befinden sich noch Informationen über den Morton Rhue und Stefani Kampmann.

Fazit:
Meine erste Erfahrung mit einer Graphic Novel hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist ernst und genau das schaffte die Illustratorin Stefanie Kampmann auch rüber zu bringen. Diese Graphic Novel ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch Erwachsene geeignet und eine tolle Abwechslung zu den eigentlichen Romanen von Morton Rhue.
© Michaela Gutowsky

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