Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit / Josin L. McQuein

Gelesenganzklein
Titel:
Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit
Autor: Josin L. McQuein
Verlag: Egmont Ink
ISBN: 978-3863960353
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Das „Arclight“ ist eine Welt in einer Lichtkuppel, die die letzten Überlebenden vor der Welt draußen in der Dunkelheit schützt. Den draußen leben dunkle Wesen, Seelenfresser die entweder die Menschen in Arclight zum einen der ihren machen oder sie töten. Marina, die junge Protagonistin ist die Einzige im Arclight, die eine Begegnung mit einem Seelenfresser überlebt hat.
Bei dem Versuch sie zu retten, schafften es nur 3 von 12 Arclightbewohnern zurückzukehren. Marina selbst kann sich daran nicht erinnern. Sie ist dem Hass, der Wut und der Angst ihrer Mitbewohner, gnadenlos ausgesetzt. Aber auch die Seelenfresser, kurz genannt „die Blassen“, lassen sie nicht in Ruhe. Immer wieder testen sie die Grenzen und schaffen es eines Tages, ins Arclight einzudringen!
Josin L. McQuein beschreibt mit dieser Geschichte eine neue Dystopie. Die Beschreibungen bzw. die Unterhaltungen der Seelenfresser sind sehr einfach dargestellt und manchmal vielleicht auch etwas anstrengend zu lesen. Es dauert zwar nicht lange, bis man sich an die einfachen Bezeichnungen und ihren simpel gestalteten Dialogen gewöhnt hat, dennoch bremste es anfangs den Lesefluss etwas ab. Sie werden in diesem Roman „die Blassen“ genannt und waren für mich manchmal etwas zu blass beschrieben. Die Protagonistin Marina war mir sofort sympathisch. Sie ist noch sehr jung und ihre Probleme mit ihren Mitbewohnern sind sehr authentisch beschrieben. Ich hab schon fast mit ihr mitgelitten. Sie leidet unter ihrem Wissen, macht sich Vorwürfe und kann nur schwer Vertrauen zu anderen finden. Dabei steht sie gar nicht so alleine da. Sie hat eine sehr liebenswerte Freundin und auch andere Personen meinen es gar nicht so schlecht mit ihr 😉
Auch die Beschreibung des Arclights gefiel mir sehr gut. Ich konnte mir diese Kuppel sehr leicht vorstellen allerdings hatte ich auch hier etwas Schwierigkeiten mir gewisse Regeln/Aktionen vorzustellen.  So ging es mir auch mit der Welt außerhalb des Arclights.
Durchweg spannend ist dieser Roman nicht. Dafür aber sehr interessant und geheimnisvoll.
Mich hat diese Geschichte sofort in ihren Bann ziehen können und wurde trotz kleiner Schwächen für mich zu einem richtigen Pageturner.

Fazit:
Arclight bietet fast alles, was für mich einen Pageturner aus macht. Dieser Roman ist jugendlich, dystopisch, romantisch und geheimnisvoll. An manchen Stellen erschien er mir jedoch zu „blass und farblos“ was zwar zur Beschreibung der Wesen passte, mir aber meine Fantasie nicht genug anregte und mir so manche Vorstellung in den oben genannten Punkten, erschwerte. Wäre etwas mehr Tiefe in der Beschreibung gewesen und hätte mich diese Geschichte nicht mit so vielen offenen Fragen zurückgelassen, hätte es voll 5 Sterne gegeben.
© Michaela Gutowsky

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