Am Ende der Straße / Brian Keene


Titel:
Am Ende der Straße
Autor: Brian Keene
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52849-9
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
In Walden, einer gewöhnlichen Kleinstadt, senkt sich von einem auf den anderen Tag plötzlich eine Schwärze hinab und schottet sie von der Außenwelt ab. Jeder der versucht, die Stadt zu verlassen, verschwindet spurlos. Nur die Schreie sind zu hören. Als das Dunkel seine wahre Gestalt offenbart, geht’s für die Bewohner von Walden ums reine Überleben.

Eindruck
Wenn ich versuchen würde, den Roman in ein Genre zu stecken, so würde ich ihn als einen Roman beschreiben, der ein bisschen was von einem Mysterythriller hat.
Aber eben nur ein wenig. Denn richtig gruselige Szenen sind weniger vorhanden, dafür schwebt aber von den ersten Seiten an, stets eine unheimliche Atmosphäre über die Handlung.
Richtig viel Spannung baut sich allerdings nicht auf, eher wirkt der Verlauf über viele Seiten schleppend und die Dialoge oft zu abschweifend.
Mich hat allerdings die Neugier vorangetrieben, denn ich wollte unbedingt wissen, woher die Dunkelheit kommt und ob die Bewohner es tatsächlich schaffen zu fliehen.
Der Autor beschreibt zwar eskalierende Situationen, baut hier und da gewaltsame und eklige Szenen ein und trotzdem blieb das Gefühl, die Handlung wirke eher flach.
Denn auch die Erklärung über die Entstehung der Dunkelheit, war zwar akzeptabel, wirkte aber nicht plausibel genug.
Vielleicht lag dies auch an dem Schreibstil, auf den ich weiter unten näher eingehen werde.

Figuren
Leider konnte mit keiner der Personen, bis auf einem Obdachlosen, sympathisieren.
Dabei waren die Figuren als solche, passend beschrieben und den Dialogen und der Handlungsweise angepasst. Sie wirkten aber eher flach und klischeehaft und mit zu wenig Tiefe ausgestattet.
Nun ist es für eine Geschichte auch nicht unbedingt notwendig, die Figuren zu mögen, aber es nahm mir eben zusätzlich zum Schreibstil, etwas den Lesespaß.

Schreibstil
Ich denke, hier lag mein größtes Problem, denn der Schreibstil wirkte auf mich zu plump.
Dialoge wurden unnötig in die Länge gezogen und waren oft wiederholend. Der Erzähler zählte sich selbst zuerst auf und auch eine bildhafte Beschreibung blieb meiner Meinung nach zu oft auf der Strecke.

Fazit
„Am Ende der Straße“ hatte zwar eine interessante Handlungsidee, konnte mich aber ihn der Umsetzung nicht überzeugen. Daran gebe ich zum größten Teil eben auch dem auf mich plump wirkenden Schreibstil die Schuld.
Einzig die Neugier ließ mich die Geschichte bis zum Ende verfolgen, um danach festzustellen, dass sie für mich bis zum Schluss eher belanglos blieb und sie nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

2 Kommentare zu “Am Ende der Straße / Brian Keene

  1. Auf den ersten Blick bin ich ja auf das Buch angesprungen. Mystery mag ich ja wirklich gern. Nur mit Gewalt- und Ekelszenen kann ich nichts anfangen. Nach deiner Rezension will ich das Buch dann doch lieber nicht lesen. 🙂

    • Danke das Du auch hier noch mal kommentierst 😉
      hatte ja bei facebook bereits erwähnt das meine Schwierigkeiten in erster Linie beim Schreibstil lagen.
      Es gab auch gar nicht so viele dieser Szenen aber leugnen kann man sie auch nicht. Für andere wären diese Szenen vielleicht nicht so schlimm aber ich mag da lieber einfach Spannung also solch beschriebenen Situationen 😉
      Liebe Grüße
      Ela

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