Am Anfang war das Ende / Stefan Casta

Gelesenganzklein
Titel: Am Anfang war das Ende

Autor: Stefan Casta

Verlag: Sauerländer

ISBN: 978-3737350808

Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne

Meine Meinung:

Nur selten lässt mich ein Roman so verstört zurück.
Als ich den Klappentext las, ging ich von einem spannenden Endzeitroman aus. Vielleicht auch eine abenteuerliche Geschichte. Keine Ahnung, was ich mir da erhoffte.
Zunächst einmal beginnt „Am Anfang war das Ende“ aus der Sicht, der Erzählers Hans danach wechselt, die Perspektive zu Judit, ein Mädchen das über ihre Freunde und Familie erzählt und das Wochenende bei ihren Eltern verbringt. Als sie wieder in der Schule ist, erlebt sie mit ihren Freunden einen sinnflutartigen Regen. Scheinbar tagelang treiben die Vier auf dem Wasser und stellen verwundert fest das alles verschwunden ist. Es scheint kaum noch Leben zu existieren und doch sind sie nicht allein.
Dem Klappentext nach zu urteilen hatte ich geglaubt, dass diese Geschichte auf jeden Fall spannend werden würde. Dem kann ich leider nicht zustimmen.
Jörg Casta hat zwar meiner Meinung nach einen fesselnden Schreibstil aber die Geschichte ist eher interessant und wundersam als spannend.
Judit und Hans erzählen aus der Ich-Perspektive. Das ist gerade in Judits Fall manchmal sehr anstrengend denn sie ist noch recht jung und zeitweise ziemlich naiv. Dennoch fand ich gerade das sehr gelungen denn es macht die Figur glaubhaft.
Denn Judit wächst im Laufe der Geschichte über sich hinaus und scheint so gut es geht, erwachsen zu werden.
Es ist unheimlich schwer diese Geschichte zu beschreiben und ihr vielleicht auch gerecht zu werden aber ich empfand sie als sehr ungewöhnlich. Scheinbar erwartet der Autor, dass der Leser die Dinge nicht zu sehr hinterfragen, sollte, sondern sie eher als gegeben hinnehmen soll. Anderseits hatte ich das Gefühl recht viel Stoff zum Nachdenken zu bekommen. Immer wieder machte ich mir Gedanken über den Neuanfang der Welt, hat sich die Natur gerächt? So grübelte ich mich durch dieses Abenteuer und wollte das Buch nicht aus der Hand legen, in der Hoffnung, endlich zu erfahren ob Judit vielleicht nur träumt oder ob die Welt tatsächlich „untergegangen“ ist.
Immer wieder wird der Leser abgelenkt durch Judits Träume und Erlebnisse.
Dies ließ mich so manches Mal zweifeln und verzweifeln. Einige Szenen erschienen mir sehr skurril und unglaubwürdig andere wieder sehr unheimlich.
Aufgelockert wurde die Handlung durch Tagebucheinträge, die die Teenager mit einer Videokamera machten.
Leider wurde ich dennoch mit den Figuren nicht so warm. Einzig Judit überzeugte mich im Laufe der Geschichte und eben Hans.
Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem Schreibstil allerdings wurde dieser für mich ab Seite 70 besser und ich fand mich schneller in die Handlung rein.

Fazit:
Am Anfang war das Ende ist zwar recht einfach zu lesen aber schwer zu beschreiben. Dieser Roman ließ mich völlig verwundert und verblüfft mit vielen offenen Fragen zurück.  Noch immer weiß ich nicht was ich von dieser Geschichte halten soll, so oder so bleibt sie mir nun lange in Erinnerung.
© Michaela Gutowsky

 

2 Kommentare zu “Am Anfang war das Ende / Stefan Casta

  1. Huhu, Ela,
    Das ist bestimmt so ein Buch, was man zweimal lesen muß, oder?
    Is ja mit manchen Fimen auch so. Mir passiert mit ‚Clout Atlas‘
    Ich kam erst nach dem zweiten mal gucken damit klar.
    Aber sonst hört es sich wirklich sehr Interressant an.
    Gruß Marita

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