Allein die Angst / Louise Millar


Titel:
Allein die Angst
Autor: Louise Millar
Verlag: Fischer Krüger
ISBN: 978-3810511515
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Callie verbringt ihre Zeit mit ihrer kleinen herzkranken Tochter Rae öfter bei ihrer Freundin Suzie, die selbst drei Kinder hat. Doch nun muss Callie wieder ganztags arbeiten und fragt sich, wie sie das mit Rae schaffen soll. Gut das Debs, ihre Nachbarin im Kindergarten arbeitet, auch wenn sie manchmal etwas merkwürdig ist.
Plötzlich stolpert Rae auf dem Heimweg und Callie glaubt zunächst an ein Missgeschick. Doch dann häufen sich merkwürdige Vorfälle und Callie fragt sich, wem sie nicht vertrauen kann.

Eindruck
Ein guter Psychothriller muss für mich vor allem eins können: Spannung aufbauen.
Die Autorin baut diese zunächst recht langsam auf und gibt dem Leser erst mal Zeit, die wichtigsten Personen samt ihrem familiären Hintergrund, kennenzulernen.
Schon nach wenigen Seiten bemerkt man, dass die Beziehungen zueinander eher oberflächlich sind und somit stellte ich meine ersten Vermutungen an, in welche Richtungen dieser Psychothriller wohl gehen mag.
Trotz vieler vorhersehbarer Passagen gab es aber auch ein paar überraschende Wendungen.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt und widmet sich den Ängsten der jeweiligen Person.
Dadurch werden immer wieder falsche Fährten gelegt und man wirft verschiedene Theorien wieder schnell über Bord.
Sehr faszinierend fand ich hier vor allem den Part von Debs, der die eigentliche Spannung ins Spiel bringt. Wäre ihr Part nicht zeitig ins Spiel gekommen, hätte ich den Roman vielleicht auf Seite gelegt, weil er mir ehrlich gesagt zu ruhig gewesen wäre.
Während die Geschichte bis zum letzten Drittel eher dahinplätschert, geht es dann auf den letzten Seiten sehr turbulent zu und die Ereignisse überschlagen sich.

Figuren
Bei der Beschreibung der Charaktere bin ich hin- und hergerissen. Während Callie als Protagonistin ziemlich blass erscheint, gewinnen Suzie und vor allem Debs mehr und mehr an Tiefe.
Doch auch die anderen Figuren, die immer wieder mit ins Spiel gebracht wurden, erscheinen eher farblos und unglaubwürdig.
Wirklich überzeugen konnte mich auch hier wieder nur Debs, deren Gedankengänge der Geschichte die eigentliche Spannung verleihen.

Schreibstil
Louise Millars Schreibstil ist recht flüssig und ermöglicht ein zügiges Lesetempo.
Ihre Dialoge sind kurz und sehr einfach gehalten. Callie lässt sie in der Ich-Perspektive erzählen.

Fazit
„Allein die Angst“ ist eine recht ruhig verlaufende wenn auch fesselnde Geschichte, die sich verschiedenen Ängsten widmet. Man kann dieses Buch schon in die Schublade eines Psychothrillers stecken, sollte aber keine hochspannende Handlung erwarten. Dafür ist die Geschichte aber unblutig, lässt sich leicht weglesen und zieht mit falschen Vermutungen den Leser tiefer in seinen Bann.

4 Kommentare zu “Allein die Angst / Louise Millar

    • Hi Mona,
      hast du die Rezi ganz gelesen? Hochspannend ist er nicht, dafür aber fesselnd und eben unblutig 🙂
      Leider hab ich das Buch schon weitergegeben sonst hättest Du es von mir haben können :/
      LG Ela

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