300 Tage

Kinders was die Zeit vergeht….

Jetzt ist es schon fast 300 Tage her, seit ich das letzte Mal etwas an Bruno machen konnte.

Eigentlich wollte ich mit dem Bulli ja schon viel weiter sein, doch wie so oft im Leben kommt erstens alles anders und zweitens, als Man(n) denkt.

Aber es gab auch einfach viel zu viel zu tun und so ein Jahr ist dazu eben viel zu kurz.

Doch genug der Schwafelei, zurück zum Hauptdarsteller.

 

Nochmal zur Erinnerung. Diese hübsche Ecke hatte ich mir, getreu dem Motto: „Das Schlimmste zuerst“, als nächstes Projekt ausgesucht.

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Viele Busse haben dort Karies, was angesichts der Tatsache, dass teilweise 3 Bleche übereinander, im Spritzbereich der Vorderräder liegen, auch kein großes Wunder ist.

Vor vielen Jahren hat hier schon mal jemand mit Flicken, Rep-Blechen und einem scheinbar guten Schweißgerät die Stelle repariert und auch von innen kam dann noch ein Blech dazu…

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Abgesehen davon, dass die Arbeiten nicht schön aussehen, waren sie von der Qualität her gar nicht mal sooo schlecht.

Aber es nützt ja nix, so kann´s nicht bleiben. Also fott damit.

Leider habe ich weder eine Richtbank noch einen Musterbus zum Nachmessen zur Hand und außerdem will ich ja so viel Originalsubstanz wie möglich erhalten.

Also habe ich nicht einfach die große Flex genommen und ein großes Loch ins Auto geschnitten, sondern die Ecke Stück für Stück filetiert.

Nachdem die aufgesetzen, äußeren Bleche vorsichtig entfernt und die Wagenheberaufnahme zusammen mit dem Querträger halbiert ist, wird die innere Struktur des Schwellers sichtbar.

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Zwischendurch immer mal wieder Maß nehmen, Schaden begutachten und weiter schnibbeln…

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… und Schnibbeln, und Schnibbeln…

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Aber vor lauter Schnibbelei sollte man nicht vergessen die Sache vorher etwas zu verstreben.

Nicht schön, aber tut, was es soll…

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Und nachdem alles raus ist, müssen die Löcher natürlich auch wieder verschlossen werden.

Begonnen habe ich mit der Anlagefläche für die B-Säule. Hierfür hatte ich, bevor ich angefangen hatte alles raus zu schneiden, eine Schablonde mit dem leichten Bogen der Säule angefertigt. Nach diesem Muster habe ich nun die Anlagefläche der B-Säule abgesetzt, die Verbindung zum Schweller abgekantet, gelocht und das fertige Blechstück auf Stoß eingeheftet.

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Der komplette Schweller war vom Vorbesitzer ebenfalls schon ersetzt worden und nachdem vorne nun alles offen ist, wurde meine Sorge, dass ich den auch nochmal neu machen muss zum Glück nicht bestätigt.

Außen-, Innen- und Mittelschweller wurden bis an die Wagenheberaufnahme dran komplett getauscht und alle inneren Bleche wurden vorher ordentlich grundiert.

Hier brauche ich entlang des Unterbodens nur die Schweißnähte schön zu machen und oben drauf nur den Ansatz vom Schweller zum Unterboden erneuern.

Aber dazu komme ich später.

 

Jetzt galt es ja erst mal den fehlenden, vorderen Bereich der Wagenheberaufnahme zu ersetzen.

Hier ist der innere Teil des Schwellers soweit wieder in Form und mit Fertan behandelt. Das Stehblech des Innenschwellers ist auch wieder komplett und der Querträger schon eingepasst. Wenn ich die Bleche alle grundiert habe, kann hier schon wieder der Deckel drauf.

 

Auf diesem Bild kann man schon gut erkennen, wie der markante Winkel unten auf der Spritzwand entsteht, welcher ja vielen Reparaturen zum Opfer fällt.

Bei Bruno war die stabile Innenkante zum Glück noch komplett erhalten und nur von den Blechflicken und dicken Schweißraupen überdeckt. Das macht es mir leichter, wieder auf das Originalmaß zu kommen.

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Als nächstes muss nun das fehlende Stück der Spritzwand angefertigt und alles zusammen mit der neuen Wagenheberaufnahme angepasst werden.

Wollen wir hoffen, dass es nicht wieder 300 Tage dauert….

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