12:48 – Die Katastrophe beginnt / Jonathan Lenz

buchbesprechungkl
Titel:
12:48 – Die Katastrophe beginnt
Autor: Jonathan Lenz
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-50455-1
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Jenn ist happy. Sie und vier andere Jugendliche gehen mit Ranger Bosworth auf eine mehrtägige Vulkanwanderung. Dort werden sie und Chris ziemlich schnell Freunde, der sie am liebsten den ganzen Tag fotografieren würde.
David White, ein Vulkanologe, schlägt in seinem Labor Alarm. Nach seinen Berechnungen wird es in drei Tagen um genau 12:48 Uhr zu einer Eruption kommen, doch keiner glaubt ihm.
Die Gruppe ist ahnungslos, bis plötzlich die Erde bebt.

Handlung
Dieser Roman ist ein Jugendkatastrophenthriller, der recht schnell zur Sache kommt. Die Geschichte um Jenn und die anderen wird in drei verschiedenen Erzählsträngen dargestellt.
Zum einen ist da Jenn, deren Traum es ist, einmal Ranger zu werden. Sie versucht mit ihren Erfahrungen, die Gruppe zu führen und Ranger Bosworth zu unterstützen.
Dann kommt David White, ein recht junger und noch unbekannter Vulkanologe hinzu. Er versucht alles Mögliche um die Menschen zu warnen, jedoch stößt er auf Ignoranz und Unglauben.
Der dritte Erzählstrang handelt von einem Indianer, der das Unglück spürt und ebenfalls versucht, die Mitmenschen vor dem Vulkan zu warnen.
Diese drei Erzählstränge lassen die Geschichte spannend und interessant erscheinen.
Durch die unterschiedlichen Charaktere in der Gruppe baut sich unweigerlich Spannung auf und es zielt ziemlich schnell auf eine Eskalation hin.
Jonathan Lenz gibt der Geschichte aber auch einen klitzekleinen romantischen Hauch und versteht es gleichzeitig, dem Leser ein Gefühl für die Natur zu geben.

Die Personen
Die Figuren sind ausreichend beschrieben, erfüllen aber auch ihre Klischees.
Es gibt unterschiedliche Charaktere in der Gruppe, bei denen der Leser ziemlich schnell erkennen kann, dass es sehr schnell zu einer Eskalation kommen wird.
Jenn ist die Protagonistin und stets bemüht, genau das Richtige zu tun. Sie weiß was sie will, nämlich Rangerin werden und achtet auf die Natur.
Im Grunde dient sie den gesamten Roman hin als Puffer zwischen den Streithähnen, was ab und an etwas nervig und unglaubwürdig wirken kann.
Sehr interessant fand ich den Indianer, über dessen Rolle ich bis zum Schluss gerätselt habe.

Handlungsort
12:48 spielt in der Nähe von Oregon und beschreibt den Ausbruch des Mount Hoods. Dabei wird immer wieder Bezug auf den Ausbruch des Mount Helens genommen.
Mir fiel es sehr leicht das Camp aber auch den Berg an sich, vorzustellen.

Der Schreibstil
Der Autor verwendet einen recht einfachen, leicht zu lesenden Schreibstil und bringt die Geschichte ziemlich rasch auf den Punkt. Hierbei bedient er sich zwar einiger Klischees, dennoch schaffte er es, mich mit vor allem mit der Beschreibung der Natur, zu fesseln.

Fazit
12:48 ist ein unterhaltsamer Jugendkatastrophenthriller, der sich zwar einiger Klischees bedient und etwas braucht, um Spannung aufzubauen, dann aber ganz gut in Fahrt kommt. Ich denke, die empfohlene Zielgruppe wird sicherlich damit angesprochen, da diese Geschichte auch nicht zu anspruchsvoll ist und nicht zu langatmig wirkt.
© Michaela Gutowsky

2 Kommentare zu “12:48 – Die Katastrophe beginnt / Jonathan Lenz

    • Jo, wenn man bedenkt das es eben auf Teenager/Jugendliche abzielt und kein Katatstrophenthriller für Erwachsene ist 🙂

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